Besser dank eigener Blechbearbeitung

Besser dank eigener Blechbearbeitung

April 2019

MKW steigt mit Bystronic ins Laserschneiden ein. Das österreichische Familienunternehmen investierte in einen hochmodernen Maschinenpark für die Blechbearbeitung. Beim Laserschneiden entschied man sich für eine ByStar Fiber mit der Automationslösung ByTrans Cross.

Mit fünf Produktionsstandorten in Österreich, Russland und der Slowakei bietet die MKW Holding mit rund 500 Mitarbeitern ein Leistungsportfolio aus Metalltechnik, Kunststofftechnik, Pulverbeschichtung sowie Sanitärausstattung. Die Werke in Weibern und Haag am Hausruck (beide Oberösterreich) bilden das Kompetenzzentrum für Oberflächenveredelung und Drahtverarbeitung (MKW Oberflächen + Draht GmbH). Im Zentrum steht dabei stets die Pulverbeschichtung, die Kernkompetenz der Oberösterreicher. «Hochmoderne Anlagen und spezifisch eingesetzte Beschichtungstechnologien ermöglichen das Bearbeiten von praktisch jeder Losgrösse. Pulverlackqualität, Glanzgrad und Oberflächenstruktur können dabei individuell gewählt werden», erklärt Geschäftsführer Karl Niederndorfer.

Flexibler mit höherer Qualität

Da es beim vom Kunden bereitgestellten, im Ausland gefertigten Material immer wieder zu Qualitäts- sowie Lieferproblemen kam, entschieden die Verantwortlichen bei MKW, in eine eigene Blechverarbeitung zu investieren. Seit April letzten Jahres arbeiten drei Abkantpressen im Haager Werk 3, die Laserschneidanlage ist seit Anfang Dezember in Betrieb.

Präzise Blechzuschnitte und Kantteile können nun also auch direkt im Hause MKW exakt nach Kundenvorgaben lohngefertigt und abschliessend in der hauseigenen Pulverbeschichtung veredelt werden. «Von spitzen Winkeln über kantmalfreie Verarbeitung bis hin zu speziellen Konstruktionsteilen ist praktisch alles möglich», zeigt sich der Geschäftsführer zufrieden.

Faserlaser und modulare Automatisierung

Im Zuschnitt fiel die Wahl auf eine Faserlaserschneidanlage von Bystronic. Der erstmalige Kontakt zu Bystronic wurde im Zuge eines Messebesuchs auf der Wiener Intertool im Mai letzten Jahres geknüpft. «Da ein Grossteil unserer Teile prädestiniert für eine mannlose beziehungsweise mannarme Fertigung sind, spielte die Automatisierung des Lasers in der Entscheidungsfindung eine tragende Rolle. Hierfür bot Bystronic letztendlich die für unsere individuellen Anforderungen flexibelste Gesamtlösung», verdeutlicht Christoph Mittermayr, Leiter Blechverarbeitung bei MKW.

Derzeit verarbeitet die ausgewählte Faserlasermaschine ByStar Fiber 4020 mit einem Arbeitsbereich von 4 mal 2 Metern schnell und prozesssicher hauptsächlich Bau- und Nirostahl sowie Aluminium in Materialstärken bis zu 15 Millimeter. Besonders angetan ist man bei MKW von der Automatisierungslösung ByTrans Cross, mit deren Großteileentnahme der Kundenanspruch nach 100 Prozent kratzerfreien Teilen gewährleistet werden kann. Zudem ermöglicht das Be- und Entladesystem Rohmaterial (bis zu 6 Tonnen) und Zwischenlagen wie Kartons oder PVC-Platten für heikle Teile in Kassettenplätzen zu lagern sowie geschnittene Teile abzulegen. Passend für jedes Bedürfnis kann das Be- und Entladesystem jederzeit modular erweitert werden.

Software und Live-Monitoring-Tools

Lobenswert findet Christoph Mittermayr auch die einfache Bedienung der Software BySoft 7: «Innerhalb kürzester Zeit konnten wir mit der Software mehr als ausreichend umgehen. Selbstverständlich haben uns gerade in der Anfangsphase die Techniker von Bystronic produktionsbegleitend hervorragend unterstützt.» Darüber hinaus verwendet MKW auch das digitale Bystronic Tool ByCockpit inklusive Kamera. Die Live-Monitoring-App erfasst alle Prozesse der Lasermaschine, wertet sie aus und liefert Statusberichte. Derzeit wird das Tool hauptsächlich noch als Echtzeit-Fernüberwachung des Schneidprozesses verwendet. Künftig möchten die Oberösterreicher aber auch weitere Funktionen wie etwa Auswertungen zur Maschinenauslastung, Fertigungseffizienz, Materialperformance oder Schichtvergleiche verstärkt nutzen.

(Dieser Beitrag erschien am 26. März 2019 in ungekürzter Fassung im Fachmagazin Blechtechnik 1.2019)

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